Summary: Die wichtigsten Learnings
Weniger Websiteklicks bedeuten nicht automatisch weniger Sichtbarkeit oder weniger Patienten. Entscheidend ist, ob Ihre Praxis bei relevanten Fragen, Behandlungen und Standorten gefunden, richtig eingeordnet und als vertrauenswürdige Quelle berücksichtigt wird.
Für die neue Suche braucht Ihre Praxis:
technisch crawlbare und indexierbare Inhalte,
klare Zuordnung von Ärzten, Leistungen und Standorten,
konkrete Antworten auf echte Patientenfragen,
aktuelle Fachinhalte mit nachvollziehbarer Autorenschaft,
sinnvolle interne Verlinkung und strukturierte Daten,
konsistente Profile bei Google Maps, Portalen und externen Plattformen,
eine bewusste Strategie für KI-Crawler und neue Standards wie llms.txt,
eine Erfolgsmessung, die neben Klicks auch Anrufe, Routenanfragen, Marken-Suchen, Termine und KI-Erwähnungen berücksichtigt.
Die wichtigste Erkenntnis lautet: Ihre Website bleibt zentral, aber sie arbeitet heute nicht mehr allein. Sichtbarkeit entsteht über Google, Maps, KI-Systeme, Bewertungen, Videos, externe Erwähnungen und die eigene Website hinweg.
Vielleicht kennen Sie diesen Moment: Sie öffnen die Google Search Console, vergleichen die aktuellen Zahlen mit dem Vorjahr und stellen fest, dass Ihre Praxis weiterhin häufig in den Suchergebnissen erscheint. Die Impressionen sehen ordentlich aus, wichtige Seiten befinden sich noch immer auf guten Positionen und trotzdem klicken weniger Menschen auf Ihre Website.
Eine solche Entwicklung wirkt zunächst beunruhigend. Schließlich sollte mehr Sichtbarkeit zu mehr Klicks führen, mehr Klicks zu mehr Anfragen und mehr Anfragen im besten Fall zu mehr Patienten. Nun beantwortet Google immer mehr Fragen direkt auf der Suchergebnisseite.
„Ein erheblicher Teil der digitalen Patientensuche kann deshalb stattfinden, ohne dass Ihre Website überhaupt geöffnet wird.“
AI Overviews fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen. Patienten lassen sich von ChatGPT oder Gemini Behandlungsmöglichkeiten erklären, suchen bei Google Maps nach einer passenden Praxis und finden dort bereits Öffnungszeiten, Bewertungen, Telefonnummer, Fotos und die schnellste Route.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr ausschließlich, wie viele Menschen Ihre Website besuchen. Viel wichtiger wird die Frage, ob Ihre Praxis in der digitalen Suche richtig verstanden, fachlich eingeordnet und in relevanten Entscheidungssituationen berücksichtigt wird.
Warum erhält Ihre Praxiswebsites weniger Klicks?
Der Grund liegt häufig nicht in schlechteren Inhalten oder verlorenen Positionen, sondern in der veränderten Darstellung der Suchergebnisse.
Google zeigt heute deutlich mehr Informationen direkt auf der Suchergebnisseite. Dazu gehören AI Overviews, lokale Suchergebnisse, Google Maps, Bewertungen, Öffnungszeiten, Telefonnummern, Videos, Bilder und direkt beantwortete Fragen.
Sucht jemand beispielsweise nach der Heilungsdauer nach einer Implantation, kann Google die wichtigsten Informationen direkt zusammenfassen. Sucht dieselbe Person anschließend nach einer geeigneten Praxis, erscheinen möglicherweise lokale Praxen mit Bewertungen, Entfernung und Anrufmöglichkeit.
– Die Website wird in diesem Prozess nicht zwingend besucht.
– Die Praxis kann trotzdem sichtbar sein und einen neuen Patienten gewinnen.
Was bedeutet Zero-Click Search für Arztpraxen?
Als Zero-Click Search werden Suchvorgänge bezeichnet, bei denen Nutzer eine Antwort erhalten oder eine Handlung ausführen, ohne auf ein klassisches organisches Suchergebnis zu klicken.
Für Arztpraxen kann das bedeuten, dass ein Patient direkt über Google Maps anruft, eine Route startet, Öffnungszeiten prüft, Bewertungen liest, einen Termin über ein externes Portal bucht oder seine erste medizinische Orientierung bereits in einem AI Overview oder einem KI-System erhält.
Zero-Click bedeutet, dass die Website nicht mehr an jedem Schritt der Patientensuche beteiligt ist.
Problematisch wird diese Entwicklung erst dann, wenn Ihre Praxis an diesen zusätzlichen Suchpunkten nicht vorkommt oder dort unvollständig, widersprüchlich oder fachlich unscharf dargestellt wird.
Welche Aufgabe hat eine Praxiswebsite heute?
Die Praxiswebsite ist nicht mehr nur eine Informationsseite für Patienten, sondern gleichzeitig Wissensbasis, technische Schnittstelle, Vertrauenssignal und mögliche Quelle für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Diese Systeme müssen möglichst eindeutig erkennen können:
- welche Ärzte in der Praxis tätig sind,
- welche Facharztbezeichnungen und Qualifikationen bestehen,
- welche Leistungen angeboten werden,
- an welchen Standorten die Leistungen verfügbar sind,
- welcher Arzt für welches Thema zuständig ist,
- wer medizinische Inhalte verfasst oder geprüft hat,
- wann Inhalte zuletzt aktualisiert wurden,
- welche Quellen medizinische Aussagen stützen,
- welche Patientenfragen die Praxis fachlich beantworten kann.
Je klarer diese Informationen aufgebaut und miteinander verknüpft sind, desto leichter kann Ihre Praxis fachlich eingeordnet werden.
Welche Informationen müssen Suchmaschinen und KI-Systeme über Ihre Praxis verstehen?
Viele Praxiswebsites enthalten freundliche, aber sehr allgemeine Aussagen wie „moderne Medizin“, „individuelle Betreuung“ oder „höchste Qualität“.
Solche Formulierungen können menschlich angenehm wirken, helfen Maschinen aber kaum bei der fachlichen Zuordnung.
Wesentlich hilfreicher sind konkrete Angaben zu Fachgebieten, Behandlungsschwerpunkten, Leistungen, Ärzten, Qualifikationen, Standorten, Behandlungsabläufen, Autorenschaft, Quellen und medizinischer Prüfung.
Eine Website sollte nicht voraussetzen, dass Suchmaschinen selbst erraten, wie Ärzte, Leistungen und Standorte zusammengehören.
Wie prüft man, ob wichtige Praxisinhalte gefunden und indexiert werden können?
Bevor Inhalte sichtbar werden können, müssen Suchmaschinen sie finden, crawlen und indexieren können.
Dabei sollten insbesondere folgende Fragen beantwortet werden:
- Sind wichtige Behandlungsseiten erreichbar?
- Werden sie durch die robots.txt blockiert?
- Enthalten sie versehentlich ein noindex-Tag?
- Sind sie über interne Links auffindbar?
- Werden sie in der XML-Sitemap aufgeführt?
- Enthält die Sitemap nur relevante und indexierbare URLs?
- Gibt es verwaiste Seiten ohne interne Verlinkung?
- Existieren mehrere URLs mit nahezu identischen Inhalten?
- Werden zentrale Inhalte technisch zuverlässig dargestellt?
Eine vorhandene Sitemap allein genügt nicht.
Sie muss die richtigen Seiten enthalten und regelmäßig überprüft werden.
Weiterleitungen, Fehlerseiten, Testseiten oder bewusst ausgeschlossene Inhalte haben in einer sauberen Sitemap normalerweise nichts verloren.
Warum kann JavaScript die Auffindbarkeit erschweren?
Viele moderne Websites laden Inhalte dynamisch über JavaScript.
Das ist nicht grundsätzlich problematisch. Schwierigkeiten entstehen jedoch, wenn zentrale Informationen ausschließlich nachträglich im Browser erzeugt werden.
Davon können Behandlungsbeschreibungen, FAQs, Arztprofile, interne Links, Öffnungszeiten, Standortangaben oder strukturierte Daten betroffen sein.
Ein menschlicher Besucher sieht diese Inhalte häufig problemlos. Suchmaschinen und KI-Crawler verarbeiten JavaScript jedoch unterschiedlich.
Deshalb sollten besonders wichtige Informationen möglichst bereits im HTML verfügbar oder serverseitig gerendert sein.
Welche strukturierten Daten sind für Arztpraxen sinnvoll?
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen dabei, Informationen maschinenlesbar einzuordnen.
Für Arztpraxen können je nach Website und Inhalt unter anderem Markups für Organisationen, medizinische Einrichtungen, Ärzte, Artikel, Autoren, Breadcrumbs, Videos, Öffnungszeiten oder Standorte sinnvoll sein.
Wichtig ist, dass die ausgezeichneten Angaben mit den sichtbaren Inhalten übereinstimmen.
Strukturierte Daten sollten keine Qualifikationen, Leistungen oder Bewertungen enthalten, die auf der Seite nicht nachvollziehbar dargestellt werden.
Sie ersetzen außerdem keine guten Inhalte und garantieren keine hervorgehobene Darstellung in den Suchergebnissen.
Ihre Aufgabe besteht darin, vorhandene Informationen eindeutiger zu strukturieren.
Man kann sie sich wie sauber beschriftete Schubladen vorstellen. Die Beschriftung hilft bei der Orientierung, kann aber nicht ersetzen, was sich tatsächlich darin befindet.
Warum ist die interne Verlinkung für SEO und AEO wichtig?
Interne Links zeigen, welche Inhalte fachlich zusammengehören.
Eine implantologisch tätige Praxis kann beispielsweise Seiten zu Zahnimplantaten, Knochenaufbau, Sinuslift, Sofortimplantation, Periimplantitis, Zahnersatz auf Implantaten, Einheilung und Nachsorge besitzen.
Diese Seiten sollten nicht unabhängig voneinander existieren.
Es entsteht ein thematisches Netzwerk, das sowohl Patienten als auch Suchmaschinen leichter verstehen können.
Auch der Linktext sollte konkret sein.
„Mehr erfahren“ verrät wenig.
„Wann vor einem Zahnimplantat ein Knochenaufbau notwendig sein kann“ beschreibt dagegen klar, welche Information auf der Zielseite zu erwarten ist.
Was sind Content-Cluster auf einer Praxiswebsite?
Ein Content-Cluster besteht aus einer zentralen Hauptseite und mehreren vertiefenden Inhalten zu einem gemeinsamen medizinischen Thema.
Eine dermatologische Praxis könnte beispielsweise eine zentrale Seite zur Hautkrebsvorsorge mit weiterführenden Inhalten zu Hautkrebsscreening, digitalem Body Mapping, auffälligen Hautveränderungen, Kontrollintervallen und KI-gestützter Verlaufskontrolle verknüpfen.
Alle Inhalte werden sinnvoll miteinander verbunden.
Das hilft Suchsystemen dabei, die fachliche Breite und Tiefe einer Praxis zu erkennen.
Gleichzeitig finden Patienten leichter Antworten auf Folgefragen.
Wann sind Canonical Tags wichtig?
Canonical Tags zeigen Suchmaschinen, welche URL bei identischen oder sehr ähnlichen Inhalten bevorzugt berücksichtigt werden soll.
Sie sind beispielsweise relevant, wenn eine Seite unter mehreren URLs erreichbar ist, Kampagnenparameter verwendet werden, alte und neue Seiten parallel bestehen oder Inhalte in mehreren Kategorien erscheinen.
Canonical Tags sollten mit der restlichen Website übereinstimmen.
Interne Links, Sitemap, Weiterleitungen und Canonicals sollten möglichst auf dieselbe Haupt-URL verweisen.
Widersprüchliche Signale erschweren die eindeutige Zuordnung.
Wie oft sollten medizinische Inhalte aktualisiert werden?
Es gibt kein allgemeingültiges Zeitintervall für alle Inhalte.
Die notwendige Häufigkeit hängt vom Thema ab.
Ein Artikel über eine stabile anatomische Grundlage muss seltener überarbeitet werden als ein Beitrag zu neuen Leitlinien, Diagnostikverfahren oder rechtlichen Vorgaben.
Regelmäßig geprüft werden sollten medizinische Aussagen, Empfehlungen, Quellen, Links, Behandlungsabläufe, Leistungen, Ärzte und interne Verlinkungen.
Ein aktualisiertes Datum allein genügt nicht.
Es sollte tatsächlich geprüft werden, ob der Inhalt weiterhin fachlich korrekt, vollständig und für Patienten hilfreich ist.
Bei relevanten Artikeln sollte außerdem nachvollziehbar sein, wer den Inhalt geprüft hat, wann diese Prüfung erfolgt ist und welche Punkte aktualisiert wurden.
Welche KI-Crawler sollten auf Ihre Praxiswebsite zugreifen dürfen?
KI-Crawler erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Einige sammeln Inhalte möglicherweise für das Training von Modellen. Andere greifen auf Webseiten zu, um aktuelle Nutzeranfragen zu beantworten. Wieder andere unterstützen KI-gestützte Suchfunktionen.
Deshalb sollte eine Praxis nicht pauschal alle KI-Crawler freigeben oder blockieren.
Stattdessen sollte geprüft werden:
- Welcher Crawler gehört zu welchem Anbieter?
- Dient er dem Training oder der aktuellen Suche?
- Welche Inhalte darf er verarbeiten?
- Welche strategischen und rechtlichen Ziele bestehen?
- Welche Folgen kann eine Sperre für die Sichtbarkeit haben?
- Werden die Einstellungen regelmäßig überprüft?
Die Steuerung erfolgt häufig über die robots.txt.
Sie ist jedoch keine vollständige Zugangssperre und kein Ersatz für rechtliche Regelungen.
Die Entscheidung sollte daher bewusst getroffen werden und nicht beiläufig durch die Standardeinstellung eines Plugins.
Braucht eine Praxiswebsite eine llms.txt-Datei?
llms.txt ist ein vorgeschlagener Standard, der Sprachmodellen einen kompakten Überblick über wichtige Inhalte einer Website geben soll.
Die Datei kann beispielsweise zentrale Behandlungsseiten, Fachartikel oder Dokumentationen aufführen.
Derzeit ist llms.txt jedoch kein etablierter Rankingfaktor, keine Voraussetzung für AI Overviews und keine Garantie für Erwähnungen in ChatGPT oder Gemini.
Eine solche Datei kann ergänzend getestet werden.
Sie sollte jedoch erst dann Priorität erhalten, wenn die wesentlichen Grundlagen funktionieren:
- crawlbare Seiten,
- klare Informationsarchitektur,
- eindeutige Arzt- und Praxisdaten,
- hochwertige Fachinhalte,
- gute interne Verlinkung,
- korrekte strukturierte Daten,
- konsistente externe Profile.
Eine zusätzliche Datei kann eine schlecht strukturierte Website nicht ausgleichen.
Wer ein Haus ohne Fundament baut, sollte nicht zuerst über die Beschriftung der Fußmatte diskutieren.
Welche Inhalte eignen sich besonders für AEO?
AEO steht für Answer Engine Optimization.
Dabei geht es darum, Inhalte so aufzubauen, dass Suchmaschinen und KI-Systeme konkrete Fragen klar erkennen und beantworten können.
Besonders geeignet sind präzise Patientenfragen.
Statt eines allgemeinen Themas wie „Alles über Zahnimplantate“ sind konkretere Fragen sinnvoll:
- Wann ist vor einer Implantation ein Knochenaufbau notwendig?
- Wie lange dauert die Einheilung eines Zahnimplantats?
- Wann ist ein Sofortimplantat nicht möglich?
- Welche Beschwerden nach einer Implantation sind normal?
- Wann darf man nach einer Implantation wieder Sport machen?
- Welche Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit eines Implantats?
Solche Fragen besitzen eine klare Suchintention und lassen sich medizinisch eindeutig beantworten.
Wie sollte eine AEO-Antwort aufgebaut sein?
Eine gute Antwort sollte die zentrale Frage früh und verständlich beantworten.
Danach können medizinische Einordnung, Einflussfaktoren, Ausnahmen, Grenzen und mögliche Folgefragen erklärt werden.
Ein sinnvoller Aufbau sieht häufig so aus:
- direkte Antwort,
- medizinische Einordnung,
- wichtige Einflussfaktoren,
- mögliche Ausnahmen,
- Grenzen der allgemeinen Aussage,
- Hinweis auf individuelle Diagnostik,
- passende Folgefragen.
AEO bedeutet dabei nicht, nur noch kurze Texte zu schreiben.
Komplexe medizinische Themen benötigen weiterhin ausführliche Erklärungen.
Entscheidend ist die Struktur. Jeder Abschnitt sollte eine klar erkennbare Frage beantworten und einen neuen Erkenntnisgewinn bieten.
Wie entsteht hohe Informationsdichte?
Informationsdichte entsteht, wenn ein Beitrag relevante Fragen vollständig beantwortet.
Beispiel – Informationsdichte
Ein Artikel über Knochenaufbau sollte deshalb nicht nur erklären, was ein Knochenaufbau ist.
Er sollte auch beantworten, warum ausreichend Knochen notwendig ist, wie der Knochen beurteilt wird, welche Verfahren infrage kommen, wann Implantation und Aufbau gleichzeitig möglich sind, wann ein zweizeitiges Vorgehen notwendig sein kann, welche Faktoren die Heilung beeinflussen und welche Risiken bestehen.
Jeder Abschnitt sollte neue Information liefern.
Wiederholungen, allgemeine Füllsätze und mehrfach umformulierte Kernaussagen reduzieren dagegen die Informationsdichte.
Wo finden Praxen die besten Themen für Fachartikel?
Die besten Themen entstehen natürlich in Ihrem Praxisalltag.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Empfang wissen oft genau, welche Fragen Patienten regelmäßig stellen, welche Missverständnisse sich hartnäckig halten und welche Informationen kurz vor einer Terminentscheidung fehlen.
Besonders wertvoll sind Fragen aus Telefonaten, Beratungsgesprächen, E-Mails, Terminvorbereitungen, Nachsorgegesprächen, Bewertungen und den Suchanfragen in der Google Search Console.
Diese Fragen sollten systematisch gesammelt und thematisch geordnet werden.
Danach kann entschieden werden, ob die Antwort besser auf eine Behandlungsseite, in einen FAQ-Bereich oder in einen ausführlichen Fachartikel gehört.
Die interessanteste SEO-Datenbank sitzt in vielen Praxen nicht in einem Analyseprogramm, sondern jeden Tag am Telefon.
Warum sollten bestehende Inhalte zuerst optimiert werden?
Viele Praxiswebsites verfügen bereits über zahlreiche Artikel und Unterseiten.
Diese Inhalte besitzen häufig schon Impressionen, Rankings, interne Links, externe Verlinkungen und historische Nutzerdaten.
Deshalb ist es oft effizienter, bestehende Seiten zu verbessern, statt ständig neue Inhalte zu produzieren.
Prüfen Sie insbesondere:
- Welche Seiten erhalten viele Impressionen, aber wenige Klicks?
- Welche Inhalte ranken knapp außerhalb der besten Positionen?
- Welche Seiten behandeln dasselbe Thema?
- Welche Beiträge sind veraltet?
- Wo fehlen konkrete Antworten?
- Welche Artikel besitzen kaum interne Links?
- Welche Inhalte können zusammengeführt werden?
- Welche Seiten passen nicht mehr zum Leistungsspektrum?
Manchmal ist es sinnvoll, zwei oder drei schwache Artikel zu einem starken Beitrag zusammenzuführen.
„Content-Pflege ist heute mindestens so wichtig wie Content-Produktion.“
In anderen Fällen benötigt eine bestehende Seite lediglich eine bessere Einleitung, eine medizinische Aktualisierung, klarere Zwischenüberschriften oder stärkere interne Verknüpfungen.
Sie sind ein Experte? Beweisen Sie das mal der KI!
Medizinische Expertise sollte nicht nur behauptet, sondern nachvollziehbar dargestellt werden.
Dazu gehören der Name des Arztes, die Facharztbezeichnung, relevante Qualifikationen, Behandlungsschwerpunkte, Autorenschaft, medizinische Prüfung, Quellen, Veröffentlichungen, Vorträge, Mitgliedschaften und externe Fachprofile.
Diese Angaben sollten miteinander verknüpft sein.
Ein Fachartikel sollte beispielsweise auf das Profil der medizinisch verantwortlichen Person verweisen. Das Arztprofil sollte wiederum die relevanten Schwerpunkte und Qualifikationen erklären.
Bezeichnungen wie „führender Experte“ oder „Top-Spezialist“ ersetzen keine nachvollziehbaren Nachweise.
Solche Formulierungen wirken ungefähr so überzeugend wie ein selbst gemalter Pokal im Wartezimmer.
Expertise entsteht digital durch nachvollziehbare Qualifikation, konsistente Fachinhalte, klare Verantwortlichkeit und externe Bestätigung.
Warum reicht eine Website nicht mehr aus – und was hat unser OSP™ Modell damit zu tun?
Patienten suchen heute über Google, Maps, KI-Systeme, Bewertungen, Videos, Social Media und Fachportale nach Ärzten und medizinischen Informationen.
Genau deshalb haben wir unseren Omni Search Presence Ansatz, kurz OSP™, entwickelt. Statt einzelne Kanäle isoliert zu optimieren, betrachten wir alle relevanten Such- und Entscheidungspunkte einer Praxis im Zusammenspiel.
Die Website bleibt das Zentrum. OSP™ sorgt dafür, dass eine Praxis darüber hinaus dort sichtbar, fachlich einordenbar und konsistent präsent ist, wo Patienten suchen, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten.
Warum ist das Google Unternehmensprofil für Praxen so wichtig?
Das Google Unternehmensprofil ist bei lokalen Suchanfragen häufig einer der ersten sichtbaren Kontaktpunkte.
Dort finden Patienten Öffnungszeiten, Telefonnummer, Bewertungen, Fotos, Leistungen, Adresse, Route, Website und Terminlink.
Viele Patienten treffen bereits dort eine Vorauswahl oder nehmen direkt Kontakt auf.
Welche Rolle spielen Arztbewertungen für die digitale Sichtbarkeit?
Arztbewertungen beeinflussen nicht nur das Vertrauen potenzieller Patienten.
Sie enthalten auch Informationen über Ärzte, Behandlungen, Beratung, Organisation, Wartezeiten, Kommunikation und Patientenerfahrungen.
Dadurch entstehen öffentlich sichtbare Zusammenhänge zwischen einer Praxis und bestimmten Leistungen oder Eigenschaften.
Ein professionelles Bewertungsmanagement sollte deshalb kontinuierliche und regelkonforme Bewertungsanfragen, datenschutzkonforme Antworten, die Beobachtung relevanter Plattformen und die Analyse wiederkehrender Rückmeldungen umfassen.
Warum sind externe Erwähnungen wichtig?
Externe Erwähnungen können die fachliche Einordnung einer Praxis unterstützen.
Dazu gehören beispielsweise Fachgesellschaften, Kongressprogramme, Publikationen, Interviews, Podcasts, Fachportale, Universitäten, Kliniken, lokale Medien und Verbände.
Solche Quellen verknüpfen Ärzte, Praxen, Standorte und Fachgebiete miteinander.
Sie können dadurch zusätzliche Glaubwürdigkeit und digitale Eindeutigkeit schaffen.
Viele Praxen verfügen bereits über relevante fachliche Aktivitäten, machen diese online jedoch kaum sichtbar.
Digitale Autorität entsteht nicht ausschließlich auf der eigenen Website. Sie entsteht aus einem Netz glaubwürdiger und konsistenter Informationen.
Wie kann ein Fachartikel mehrfach genutzt werden?
Ein fundierter Fachartikel sollte nicht nur auf der Website erscheinen und anschließend im Blogarchiv in Pension gehen.
Er kann als Grundlage für weitere Formate dienen:
- FAQ auf einer Behandlungsseite,
- Google-Unternehmensprofil-Beitrag,
- Newsletter,
- Social-Media-Post,
- Kurzvideo,
- YouTube-Video,
- LinkedIn-Fachbeitrag,
- Infografik,
- Patienteninformation.
Die Inhalte sollten an das jeweilige Format angepasst werden.
Entscheidend ist, dass die medizinische Kernaussage konsistent bleibt.
So entsteht aus einem Thema kein zufälliger Berg an Content, sondern eine zusammenhängende Präsenz über mehrere digitale Suchpunkte.
Welche Kennzahlen sind neben Rankings und Klicks wichtig?
Rankings und Websitebesucher bleiben relevant.
Zusätzlich sollten Praxen jedoch weitere Kennzahlen betrachten:
- Sichtbarkeit einzelner Behandlungen,
- Sichtbarkeit konkreter Patientenfragen,
- Impressionen,
- Klickraten,
- Marken- und Arztnamensuchen,
- Aufrufe des Google Unternehmensprofils,
- Anrufe,
- Routenanfragen,
- Terminbuchungen,
- Kontaktformulare,
- Erwähnungen in AI Overviews,
- Quellenangaben in KI-Systemen,
- Sichtbarkeit auf externen Plattformen.
Die Daten sollten gemeinsam betrachtet werden.
Ein Rückgang der Klicks kann unproblematisch sein, wenn gleichzeitig direkte Anrufe, Markenanfragen und Terminbuchungen steigen.
Wie können Praxen ihre Sichtbarkeit in KI-Systemen messen?
Die Messung ist derzeit weniger standardisiert als bei klassischen Rankings.
Trotzdem können Praxen regelmäßig prüfen, ob sie bei relevanten Fragen genannt werden, ob eigene Inhalte als Quelle erscheinen, welche Wettbewerber sichtbar sind und ob Angaben zu Ärzten, Leistungen und Standorten korrekt ausgegeben werden.
Einzelne Abfragen reichen jedoch nicht aus, da KI-Antworten variieren können.
Sinnvoll ist ein festes Set relevanter Fragen, das regelmäßig und unter vergleichbaren Bedingungen geprüft wird.
Dabei sollte nicht nur gezählt werden, ob die Praxis genannt wird.
Wichtiger ist, in welchem Zusammenhang sie genannt wird, welche Quellen verwendet werden und ob die fachliche Zuordnung korrekt ist.
Welche zwölf Maßnahmen sollten Arztpraxen umsetzen?
Maßnahme 1: Prüfen Sie, was Google überhaupt finden kann
Bevor Ihre Inhalte sichtbar werden können, müssen Suchmaschinen sie finden, crawlen und indexieren können.
Prüfen Sie Ihre wichtigsten Behandlungsseiten in der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools:
Sind die Seiten indexiert?
Werden wichtige Inhalte versehentlich blockiert?
Sind relevante Seiten über interne Links erreichbar?
Enthält Ihre Sitemap nur wichtige und indexierbare URLs?
Technische Probleme können dazu führen, dass wichtige Leistungen trotz guter Inhalte nicht gefunden werden.
Maßnahme 2: Machen Sie Ärzte, Leistungen und Standorte eindeutig
Kann Google erkennen, welcher Arzt welche Behandlung an welchem Standort anbietet?
Prüfen Sie Ihre wichtigsten Behandlungsseiten:
Wer behandelt?
Welche Qualifikationen und Schwerpunkte bestehen?
Welche Leistungen werden angeboten?
An welchem Standort?
Wer verantwortet die medizinischen Inhalte?
Je eindeutiger diese Informationen dargestellt und miteinander verknüpft sind, desto leichter können Suchmaschinen und KI-Systeme Ihre Praxis fachlich einordnen.
Maßnahme 3: Machen Sie wichtige Inhalte im HTML verfügbar
Viele moderne Websites laden Inhalte dynamisch über JavaScript.
Problematisch wird es, wenn wichtige Behandlungsinformationen, FAQs, Arztprofile, interne Links oder Standortangaben ausschließlich nachträglich geladen werden.
Prüfen Sie deshalb, ob zentrale Informationen bereits im HTML verfügbar oder serverseitig gerendert sind.
Was Patienten auf Ihrer Website sehen, muss nicht automatisch für jedes Such- und KI-System gleich gut zugänglich sein.
Maßnahme 4: Setzen Sie strukturierte Daten gezielt ein
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen dabei, Ärzte, Standorte, Fachartikel und weitere Informationen maschinenlesbar einzuordnen.
Prüfen Sie, ob die ausgezeichneten Angaben mit den sichtbaren Inhalten Ihrer Website übereinstimmen.
Qualifikationen, Leistungen oder andere Informationen sollten nicht nur im Markup stehen, sondern auch für Besucher nachvollziehbar dargestellt werden.
Strukturierte Daten schaffen Klarheit – sie ersetzen keine guten Inhalte.
Maßnahme 5: Machen Sie Expertise nachvollziehbar
Medizinische Expertise sollte nicht nur behauptet, sondern digital nachvollziehbar sein.
Zeigen Sie klar:
Welche Qualifikationen bestehen?
Welche Behandlungsschwerpunkte gibt es?
Wer hat medizinische Inhalte verfasst oder geprüft?
Welche Veröffentlichungen, Mitgliedschaften oder externen Fachprofile bestehen?
Verknüpfen Sie Arztprofile, Fachartikel und relevante Nachweise miteinander.
So können Patienten, Suchmaschinen und KI-Systeme besser erkennen, wer für ein medizinisches Thema verantwortlich ist.
Maßnahme 6: Prüfen Sie bestehende Inhalte, bevor Sie neue produzieren
Viele Praxiswebsites verfügen bereits über zahlreiche Fachartikel und Unterseiten.
Prüfen Sie:
Welche Seiten haben viele Impressionen, aber wenige Klicks?
Welche Inhalte sind veraltet?
Welche Beiträge konkurrieren miteinander?
Wo fehlen konkrete Antworten?
Welche Inhalte könnten zusammengeführt werden?
Bestehende Inhalte zu aktualisieren, zu ergänzen und besser zu verknüpfen kann sinnvoller sein, als ständig neue Beiträge zu veröffentlichen.
Maßnahme 7: Beantworten Sie konkrete Patientenfragen
Allgemeine Themen wie „Alles über Zahnimplantate“ sind häufig zu breit.
Nutzen Sie stattdessen konkrete Fragen aus dem Praxisalltag und Ihren Suchdaten.
Welche Fragen hören Ihre Mitarbeiter am Telefon?
Was möchten Patienten im Beratungsgespräch wissen?
Welche Unsicherheiten zeigen sich in E-Mails und Bewertungen?
Wonach suchen Patienten bereits bei Google?
Je konkreter die Frage, desto klarer können Sie relevante und fachlich fundierte Antworten liefern.
Maßnahme 8: Bauen Sie thematische Content-Cluster auf
Behandlungsseiten, Fachartikel und FAQs sollten nicht unabhängig voneinander auf Ihrer Website existieren.
Verknüpfen Sie zentrale Leistungen mit passenden Unterthemen und konkreten Patientenfragen.
So entsteht ein thematisches Netzwerk, das Patienten zu relevanten Folgefragen führt und Suchmaschinen hilft, die fachlichen Schwerpunkte Ihrer Praxis besser zu verstehen.
Prüfen Sie Ihre wichtigsten Leistungen: Gibt es ausreichend vertiefende Inhalte – und sind diese sinnvoll miteinander verlinkt?
Maßnahme 9: Pflegen Sie Ihr Google Unternehmensprofil
Viele Patienten nehmen direkt über Google Kontakt zu einer Praxis auf, ohne vorher die Website zu besuchen.
Prüfen Sie regelmäßig:
Sind Leistungen und Kategorien aktuell?
Stimmen Öffnungszeiten und Kontaktdaten?
Sind Fotos und Links aktuell?
Funktioniert der Terminlink?
Sind wichtige Informationen vollständig?
Ihr Google Unternehmensprofil ist längst mehr als ein digitaler Brancheneintrag – es ist ein wichtiger Kontaktpunkt in der Patientensuche.
Maßnahme 10: Vereinheitlichen Sie Ihre externen Profile
Ärzte, Praxen und Standorte erscheinen häufig auf zahlreichen Plattformen.
Prüfen Sie Arztportale, Fachgesellschaften, Branchenverzeichnisse und weitere relevante Profile.
Sind Namen, Fachgebiete, Standorte, Telefonnummern und Website-Adressen überall korrekt und konsistent?
Widersprüchliche Angaben erschweren die eindeutige Zuordnung Ihrer Praxis – für Patienten ebenso wie für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Maßnahme 11: Steuern Sie KI-Crawler bewusst
Nicht jeder KI-Crawler erfüllt dieselbe Aufgabe.
Einige sammeln Inhalte für das Training von Modellen, andere greifen auf Websites zu, um aktuelle Nutzeranfragen oder KI-gestützte Suchfunktionen zu unterstützen.
Prüfen Sie deshalb:
Welche KI-Crawler dürfen auf Ihre Website zugreifen?
Welchem Zweck dient der jeweilige Crawler?
Welche Folgen kann eine Sperre für Ihre Sichtbarkeit haben?
Werden die Einstellungen regelmäßig kontrolliert?
KI-Crawler pauschal freizugeben oder zu blockieren ist keine Strategie. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst.
Maßnahme 12: Messen Sie, was wirklich zählt
Rankings und Klicks zeigen nur einen Teil der digitalen Patientensuche.
Prüfen Sie auch:
die Sichtbarkeit wichtiger Behandlungen und Patientenfragen,
Marken- und Arztsuchen,
Aufrufe und Interaktionen im Google Unternehmensprofil,
Anrufe und Routenanfragen,
Kontaktanfragen und Terminbuchungen,
Erwähnungen und Quellenangaben in KI-Systemen.
Betrachten Sie diese Kennzahlen gemeinsam.
So erkennen Sie, ob tatsächlich Sichtbarkeit und Patientenanfragen verloren gehen – oder sich die Patientensuche lediglich auf andere Kontaktpunkte verlagert.